Am Hafen von Oldenburg trafen sich die Protagonisten der Energie-Zukunft in Bürger:innenhand (v.l.n.r. Olaf Schmidt, Stefanie Eilers, Sebastian Specht, Wolf-Dietrich Hufenbach) | foto.hufenbach
27-01-2026 | Pressemitteilung | Netzwerk Energiedrehscheibe Wilhelmshaven | Olegeno (Oldenburger Energie-Genossenschaft eG) | Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven | Bürger-Energiegenossenschaft Tangermoorweg eG
Netzwerk Energiedrehscheibe und Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven verzahnen sich mit erfolgreichen Bürgerenergie-Genossenschaften aus der Region.
Wilhelmshaven / Varel / Oldenburg | In vielen Städten und Dörfern Deutschlands gibt es Initiativen und Genossenschaften, die selbstbestimmt und selbstwirksam die dezentrale Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien mitgestalten. An erster Stelle steht die Idee des partizipativen, nachhaltigen Wirtschaftens. Die Idee der Bürgerenergie steht damit für eine erneuerbare und auf dezentrale Strukturen ausgerichtete Energiewende, die demokratischen, sozialen und ökologischen Werten entspricht und die Leute mitnimmt und begeistert.Das wollen die Wilhelmshavener:innen hinter dem Netzwerk Energiedrehscheibe und der Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven auch für ihre Stadt Wilhelmshaven. Um herauszufinden wie das geht, trafen sie sich in Oldenburg zu einem ersten Gespräch mit der Olegeno (Oldenburger Energie-Genossenschaft eG) und der Bürger-Energiegenossenschaft Tangermoorweg eG.
Die Stadt Wilhelmshaven braucht dringend mehr erneuerbare Energien.
Das Netzwerk Energiedrehscheibe und Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven haben daher einen Plan entwickelt, der das Thema Solarenergie in Wilhelmshaven neu beflügeln soll.Im April 2026 werden in einem ganzen Themen-Monat Antworten auf die folgenden Frage inhaltlich aufgetischt:
- Was sind Bürgerenergiegenossenschaften?
- Welche Grundlagen brauchen wir, um in Wilhelmshaven an den Start zu gehen?
- Was können die Genossenschaften aus der Nachbarschaft leisten?
- Wo können sich die Aktiven der Energiewende lokal und regional gegenseitig unterstützen?
Für die Aktiven ist der Plan klar. Stefanie Eilers erläutert (Sprecherin Bündniss Netzwerk Energiedrehscheibe): „Der Stadt Wilhelmshaven wird ein Angebot gemacht, wie neue Solaranlagen durch Genossenschaften gebaut, betrieben und damit schneller als gedacht an den Start gebracht werden können. Kooperationsmodelle mit denen das funktionieren kann, können wir von anderen Städten übernehmen. Für die Energiewende sind dabei vor allem Modelle interessant, bei denen der günstige Strom direkt vor Ort genutzt wird.“
Zur Finanzierung des Plans ergänzt Wolf-Dietrich Hufenbach (Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven): „Klamme kommunale Kassen sind keine Ausrede mehr, denn Genossenschaften bringen das Geld für die Investitionen mit. Ganz zentral und besonders dabei ist: Wilhelmshavener:innen können sich an diesen Anlagen beteiligen und die Stadt damit nach vorne bringen. Das investierte Geld und die Wertschöpfung bleiben vor Ort.“
Stefanie Eilers (Netzwerk Energiedrehscheibe): „Die Gangart der Stadtverwaltung in Wilhelmshaven in Sachen Solar finde ich unfassbar. Der Campus Paul Hug Straße ist seit etwa einem Jahr eingerüstet und noch immer sind keine Solarpaneele in Sicht. Auf der IGS ist die Bestandsanlage demontiert worden, 4000 Module und ein kalkulatorischer Ertrag von 125000 Euro pro Jahr sind wo genau geblieben? Die Lehrlinge in der BBS schwitzen im Sommer unterm einem Dach, auf dem Solar Klimaanlagen betreiben und im Winter die Räume heizen könnte. Und das sind nur drei Beispiele für die augenscheinlich falsche Gewichtung in der städtischen Energiewende.“
Wolf- Dietrich Hufenbach (Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven): „Erneuerbare Energien sind unerschöpflich, sagte einmal Herrmann Scheer. Die Stadt Wilhelmshaven hinkt einer resilienten und günstigen Stromerzeugung für die Bürger:innen um Jahrzehnte hinterher. Das Oberzentrum an der Jade hätte schon längst zum Vorreiter Erneuerberer Energien werden können und verharrt im fossilen Zeitalter. Wilhelmshaven lässt sich auch weiterhin am Nasenring in jede beliebige privatisierte Profitmaximierungsebene bewegen, wo Energie weiterhin zentralisiert erzeugt werden soll. Es wird Zeit für einen Paradigmenwechsel, wo die Bürger:innen ihre Stadt aktiv mitgestalten können und nicht in Onlineforen, wo sie lediglich nur ihre Ideen abgeben dürfen.“
Sebastian Specht (Olegeno Oldenburger Energie-Genossenschaft eG): „Was ein Einzelner nicht vermag, das vermögen Viele. Diese genossenschaftliche Credo motiviert uns Oldenburger*innen zur Unterstützung unserer nördlichen Nachbarn. Die Energiewende ist ein Teamsport und eine große Chance, Stadt und Land miteinander zu verbinden.“
Links | Infos
Bürger-Energiegenossenschaft Tangermoorweg eG:
„Nicht zuletzt, um eine größere Akzeptanz bei den Anwohnern zu erreichen, haben die Initiatoren sich dazu entschlossen, den Bürgern eine direkte Beteiligung am PV-Projekt am Tangermoorweg zu ermöglichen. Als optimale Gesellschaftsform hat sich dabei die Genossenschaft herausgestellt. Bereits während der Bauphase haben über 170 Bürger und Gesellschaften – darunter auch die Stadt Varel – ihren Beitritt erklärt. Durch den Erwerb der Anteile sind die Mitglieder nun Miteigentümer der Anlage. Das Projekt wurde auf einem landwirtschaftlich schwer nutzbaren Moorgelände direkt an der A29 und der Bahnlinie realisiert. Parallel zum Bau wurde das Moor wiedervernässt, wodurch ein weiterer Austritt von CO2 unterbunden wird; zudem konnten wir in kürzester Zeit eine deutlich erhöhte Artenvielfalt feststellen. Es findet eine echte Doppelnutzung statt: Während die Module Strom liefern, halten Schafe die Vegetation kurz. Seit dem 14. Januar 2026 speisen wir den Strom in das öffentliche Netz ein. So erhalten unsere Mitglieder ihre Investition über die Jahre zurück und profitieren durchgehend vom Verkauf des regenerativ erzeugten Stroms.“Kontakt zur: Bürger-Energiegenossenschaft Tangermoorweg eG
www.beg-tangermoorweg.de
Ansprechpartner: Olaf Schmidt
E-Mail: info@beg-tangermoorweg.de
Netzwerk Energiedrehscheibe
Das Netzwerk Energiedrehscheibe wurde im Mai 2022 von Umweltverbänden als loses Bündnis gegründet, um die aktuellen Meldungen aus Energie,- Klima- und Artenschutz gemeinsam zu verfolgen. Aus diesem Bündnis hat sich heute eine regionale und überregionale Stimme mit 30 Gruppen und Verbänden gebildet. 180 Leute lesen täglich die Informationen. In 25 Arbeitsgruppen wird zu Details recherchiert und diskutiert. Nach drei Kongressen zu LNG und zu allen Themen, die Wilhelmshaven konkret betreffen, ist das Netzwerk im Januar 2026 mit der Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven zusammen gegangen und wird nun den Schwerpunkt auf konkrete Lösungen setzen. Das Treffen mit den beiden Genossenschaften der Region ist der Auftakt für eine ganze Reihe von Veranstaltungen im Jahr 2026.Kontakt zum Netzwerk Energiedrehscheibe
Ansprechpartnerin: Stefanie Eilers
Tel.: 0171 3716016
... oder
Email: mail@eilers-konzepte.de
Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven
Zukunft braucht Perspektive :)Der rasant fortschreitende Klimawandel, die Unzufriedenheit vieler Bürger:innen, nicht nur Wilhelmshavener und der Stillstand in zukunftorientierter Politik und Wirtschaft, sind Indizien für die Notwendigkeit eines grundlegenden Wandels. Zusammen mit interessierten und engagierten Bürgern, Politikern, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Umweltorganisationen, der Industrie und der Landwirtschaft suchen wir nach Lösungen, um Wilhelmshaven zukunftsfähig mitzugestalten. Wir miteinander auf Augenhöhe :)
Um ans Ziel zu gelangen brauchen wir Menschen, schwerpunktmässig junge Leute, die für diese Ziele gewonnen werden müssen und die Lust darauf haben, sich, ihre Fantasie, ihre Ideen und ihre Fähigkeiten einzubringen.
Ökologie first :)
Wir brauchen einen Paradigmenwechsel mit dem Ziel eine echte Gemeinwohlwirtschaft mit zu entwickeln.
Kontakt zur Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven
Homepage: www.zukunftwhv.com
Ansprechpartner: Wolf-Dietrich Hufenbach
E-Mail: info@zukunftwhv.com
Olegeno (Oldenburger Energie-Genossenschaft eG)
Die Olegeno Oldenburger Energie-Genossenschaft eG setzt sich im Namen ihrer über 600 Mitglieder in Oldenburg und Umzu für eine demokratische, soziale und ökologische Energiewende der Bürger:innen ein. Sie entwickelt und betreibt PV-Anlagen, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und versorgt im Verbund der Bürgerwerke viele hundert Oldenburger:innen mit BürgerÖkostrom und BürgerÖkogas.Kontakt zur Olegeno
Homepage: www.olegeno.de
Ansprechpartner: Sebastian Specht (Vorstand)
Tel.: 0441 - 55970094-1
E-Mail: specht@olegeno.de
-ex> Hydrogen is Big Oil’s Last Grand Scam
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